Tipps zur Auswahl des Sportbodens

An erster Stelle steht die Nutzung
Beim Bau einer Sporthalle muss der Sportboden von Anfang an im Zentrum stehen. Die Auswahl des Sportbodens hat sich in erster Linie nach dem Benutzerprofil zu richten. Der Sporthallenboden soll die Ausübung von Bewegung und Sport ermöglichen, ohne den Bewegungsapparat zu über beanspruchen.

Wichtige Faktoren nebst der Schutzfunktion
Weitere Faktoren wie Sportfunktion, technische Funktion etc. sind bei der Auswahl angemessen zu berücksichtigen. Bei Mehrfachnutzung – d.h. Nutzung durch verschiedene Personengruppen (Kinder, Erwachsene) und für verschiedene Sportarten – ist abzuwägen, welchem Benutzer das Hauptaugenmerk gilt (bezüglich Schutzfunktion, nicht bezüglich Anzahl Stunden!). Der Boden sollte dann gemäss dessen Anforderungsprofil ausgewählt werden.

Bei Mehrzwecknutzungen
Bei Nutzung für Sport, Ausstellungen, Veranstaltungen – ist der Sport klar von anderen Nutzungen zu trennen: Soll in einer Halle Sport betrieben werden, so muss ein Sporthallenboden gewählt werden. Für andere Nutzungen kann der Boden – falls notwendig – abgedeckt werden (Schutz des Bodens).

Aus der Sicht der Schutzfunktion
Die wichtigsten Eigenschaften eines Sporthallenbodens – aus der Sicht der Schutzfunktion – sind seine Dämpfungs- und seine Reibungseigenschaften. Die Oberfläche eines Bodens sagt im Allgemeinen noch nichts über seine Konstruktion und somit über seine Schutzfunktion aus. Die Härte eines Bodens kann nachträglich nicht mehr verändert werden, die Gleitreibungseigenschaften lassen sich hingegen in einem gewissen Bereich noch verändern. Der Härte sollte deshalb bei der Auswahl das grösste Gewicht beigemessen werden. Der Kraftabbau (gemäss DIN) kann als Informationshilfe dienen, wenn es um die Differenzierung von Böden ähnlicher Konstruktion geht oder um die Bodenreaktion bei erwachsenen Personen und normalen Bewegungen. Er erlaubt jedoch keinen Vergleich unterschiedlicher Bodenkonstruktionen miteinander und sagt nichts über das Verhalten eines Bodens bei Sturzbelastungen aus.

Die Zuordnung der einzelnen Sportarten zu den verschiedenen Bodentypen, ohne Rücksicht auf den Benutzertyp kann in etwa wie folgt formuliert werden:

  • Rollhockey, Radball und Rollstuhlsport sind nur bei biegesteifer, harter Oberfläche möglich (= flächenelastische Sportbodensysteme).
  • Ballsportler schätzen die biegesteife Oberfläche eines Sporthallenbodens, insbesondere wegen der Standsicherheit, dem Gleitverhalten, sowie dem Ausschalten frühzeitiger Ermüdungserscheinungen, haben aber auch Ansprüche an die Schutzfunktion des Bodenbelages (= flächen- oder kombiniertelastische Sportbodensysteme).
  • Beim Bodenturnen und Gymnastik, d.h. Sportarten, die den Boden in den Bewegungsablauf mit einbeziehen, wird eine biegeweiche Oberfläche im Allgemeinen bevorzugt (= punkt- oder kombiniertelastische Sportbodensysteme).

 

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